EAA-Konformitätscheckliste für Führungskräfte
Eine 10-Punkte-Checkliste zur schnellen Bewertung, ob Ihr digitaler Dienst bereit für eine Prüfung ist.
1. Prüfen Sie, ob Sie betroffen sind. Die EAA gilt für alle B2C-Dienste oberhalb der Kleinstunternehmensschwelle (10 Beschäftigte oder 2 Mio. € Umsatz). Wenn Sie online verkaufen, Bankdienste, Buchungen oder Videoinhalte anbieten, sind Sie wahrscheinlich betroffen.
2. Bestimmen Sie Ihren Prüfungsumfang. Listen Sie alle öffentlichen URLs auf: Website, Kundenportal, Checkout, Formulare. Die Prüfung muss eine repräsentative Stichprobe jedes Seitentyps abdecken.
3. Überprüfen Sie Ihre Barrierefreiheitserklärung. Sie muss veröffentlicht, von jeder Seite aus zugänglich sein und enthalten: Konformitätsstatus, Testergebnisse, Nichtkonformitäten und Rechtsbehelfe.
4. Bewerten Sie Ihre Risikoexposition. Eine E-Commerce-Website mit 50.000 Besuchern/Monat hat ein höheres Reputations- und Finanzrisiko. Priorisieren Sie nach Exposition.
5. Planen Sie ein Kurzaudit. Eine automatisierte Diagnose deckt ca. 30 % der Kriterien ab. Der schnellste Einstieg, um kritische Lücken zu identifizieren. Kosten: 490 €, Ergebnis in 48 Std.
6. Budgetieren Sie die Behebung. Korrekturen reichen von wenigen hundert Euro bis zu mehreren tausend. Ein Festpreisangebot ist die Norm.
7. Planen Sie Monitoring ein. Barrierefreiheit verschlechtert sich mit jeder Produktionsfreigabe. Kontinuierliches Monitoring erkennt Regressionen, bevor sie zu Verstößen werden.
8. Schulen Sie Ihre Teams. Entwickler- und PM-Sensibilisierung reduziert die Rate neuer Verstöße um 40–60 %. Integrieren Sie Barrierefreiheitsprüfungen in Ihre Definition of Done.
9. Dokumentieren Sie Ihre Maßnahmen. Bei einer Prüfung wird Ihre Nachweisdokumentation geprüft: Prüfberichte, Aktionspläne, Korrekturnachweise.
10. Rechnen Sie mit Ausweitung. Die EAA wird auf neue Sektoren und Diensttypen ausgeweitet. Die Verpflichtungen von 2025 sind eine Untergrenze.